Tätigkeitsbericht der IFFB 2010
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Tätigkeitsbericht des Lebenshilfe Finsterwalde e.V.
Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle ( IFFB) - Berichtszeitraum: 01.01.2010- 31.12.2010
Die Interdisziplinäre Frühförder- und Beratungsstelle (IFFB) Finsterwalde mit der Nebenstelle Herzberg erbringt als selbständig wirtschaftende Einrichtung Leistungen der mobil- ambulanten Frühförderung und Beratung im Rahmen der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII.
Die IFFB ist konzipiert als offene Anlaufstelle für Familien, die sich um die Entwicklung ihres Kindes sorgen bzw. in der Interaktion mit ihrem Kind Beratungsbedarf haben. Die Stärke des Systems Frühförderung der IFFB liegt in der familiennahen Arbeitsweise. Zum Personenkreis der Anspruchsberechtigten für die mobile und ambulante Frühförderung zählen gleichermaßen Behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder. Kinder mit Entwicklungs- und Verhaltensbesonderheiten von der Geburt bis zum 6. Lebensjahr, bzw. Eintritt in die Schule, wie auch ihre Eltern bzw. Familienangehörige. Mobile, ambulante Frühförderung und Beratung bietet Eltern und deren Kindern während der ersten Lebensjahre insbesondere bei ihrer körperlichen, kognitiven, sprachlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung, Unterstützung und frühe Hilfen an.
Frühförderung hat zum Ziel:
- eine drohende Behinderung zu verhüten, eine vorhandene oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und das behinderte Kind in die Gesellschaft einzugliedern.
- dem behinderten Kind die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu erleichtern und ihm zukünftig eine angemessene Schulbildung sowie eine angemessene berufliche Tätigkeit zu ermöglichen oder ihn soweit wie möglich von Pflege und Betreuung unabhängig zu machen.
- im Zusammenwirken von Eltern und einem interdisziplinären Team von Fachleuten, die die Entwicklung des behinderten und entwicklungsverzögerten Kindes, sowie die Entfaltung seine Persönlichkeit anzuregen, zu unterstützen, seine Erziehung zu fördern und zu helfen, diese sicher zu stellen.
- die Kompetenz der Eltern zu stärken, ein Problemlöseverhalten aufzubauen, Schwierigkeiten zu bemerken und die Beeinträchtigungen des Kindes anzunehmen.
- den Aufbau eines zunehmenden Verständnisses bei Eltern und Geschwistern für den besonderen Entwicklungsverlauf des Kindes und für seine daraus resultierenden besonderen Bedürfnisse zu fördern.
Die Zusammenarbeit zwischen IFFB, den Eltern, den Kindertagesstätten und den Kostenträgern des Landkreises (Sozialamt, Jugendamt) haben vielfältige Inhalte, wie z.B. Zusammenarbeit mit der Kita- Fachaufsicht, dem Pflegekinderwesen, Organisation und Teilnahme von themenbezogenen Elternabenden.
Auftraggeber
- - Landkreis Elbe- Elster- Sozialamt
- - Landkreis Teltow- Fläming- Amt für Jugend und Soziales
Personal
Um eine fachliche und qualitative Arbeit leisten zu können, halten wir folgendes Personal vor und legen darauf Wert verschiedene interdisziplinäre Fachrichtungen zu besetzen.
Derzeit beschäftigen wir eine Leitungskraft, Verwaltungskraft, 15 MitarbeiterInnen.
- - 1 Leiterin der Frühförderstelle (1 VK) staatlich anerkannte Heilpädagogin
- - Verwaltungskraft ( 0,25 VK) Ökonom für Finanzwirtschaft,
- - Frühförderin (1 VK) staatlich anerkannte Heilpädagogin,
- - Frühförderin (1 VK) staatlich anerkannte Heilpädagogin, Fachkraft für Kinderschutz
- - Frühförderin (1 VK) staatlich anerkannte Heilpädagogin, Praxisanleiter
- - Frühförderin (1 VK) staatlich anerkannte Heilpädagogin/ Übungsleiter,
- - Frühförderin (1 VK) staatlich anerkannte Diplom- Sozialpädagogin,
- - Frühförderin ( 1 VK), staatlich anerkannte Diplom- Sozialpädagogin/ Übungsleiter,
- - Frühförderin ( 0,75 VK) staatlich anerkannte Diplom- Sozialpädagogin,
- - Frühförderin (0,8 VK) Sonderpädagogin/ Übungsleiter
- - Frühförderin (1 VK), staatlich anerkannte Heilpädagogin, Praxisanleiter
- - Frühförderin (1 VK), staatlich anerkannte Heilpädagogin/ Sprachheilpädagogin,
- - Frühförderin (1 VK), staatlich anerkannte Heilpädagogin,
- - Frühförderin ( 0,75 VK), staatlich anerkannte Diplom- Sozialpädagogin, Praxisanleiter
- - Frühförderin (1 VK), Ergotherapeutin
- - Frühförderer (1 VK), Ergotherapeut
- - 1 Frühförderin (0,5 VK), staatlich anerkannte Diplom- Sozialpädagogin
Diese Wochenarbeitsstunden für das angegebene Personal errechnen sich aus der aktuell gegebenen Kinderzahl und werden bei Veränderungen angepasst.
Erbrachte Leistungen in 2010
- Elbe- Elster - 9577 Fördereinheiten
- Teltow- Fläming - 38 Fördereinheiten
Statistische Erhebungen
Jahresübersicht Schuljahr 2009/2010
| Kinder gesamt | Einschüler | Rücksteller | Mehrbedarf | Integration | vorz.Beendig. | Ergotherapie | Logopädie | Psychomotorik |
| 229 | 83 | 39 | 50 | 6 | 5 | 4 | 37 | 39 |
Raumangebot und Ausstattung
Die IFFB Finsterwalde ist in den Räumen des Hauses „Lebenshilfe“ im bevölkerungsdichten zentral gelegenen Neubaugebiet untergebracht. Unsere Nebenstelle in Herzberg befindet sich im Wilhelm- Pieck- Ring 37 in Nähe der Stadtmitte. Hier haben wir 3 Räume, Küche und Bad in ähnlicher Ausstattung zur Verfügung.
Die räumliche Ausstattung ist behindertengerecht angelegt und zur Durchführung der Diagnostik sowie der Förderung/ Behandlung der Kinder und der Beratung der Eltern/ Bezugspersonen geeignet. Jeder MitarbeiterIn steht ein eigener Arbeitsplatz zur Verfügung.
Nach dem Bezug des Hauses „ Lebenshilfe“ im Jahr 2010 haben sich unsere räumlichen Voraussetzungen bedeuten verbessert. Für die Durchführung einer organisatorisch sinnvollen und qualitativ guten Förderarbeit besitzt die IFFB Finsterwalde folgende Ausstattung:
- 1 Büro LeiterIn - Einzelbüro mit Besprechungszone
- 6 Büroräume - zeit- und sachgemäße Ausstattung
- 1 Förderraum - zeit- und sachgemäße Ausstattung
- 2 Beschäftigungsräume - mit zeit- und sachgemäßer Ausstattung und spezifischer Ausstattung wie:
- - Artikulationsspiegel
- - Hilfsmittel zur Entspannungstherapie
- - Ruhezone
- - spezifisches Diagnostikmaterial
- - Bild- und Spielmaterial
- - Material zu auditiven, visuellen, taktilen und taktilkinästhetischen Wahrnehmungen
- - Kassettenrecorder/ CD Player
- Diagnostikraum - anerkannte Testverfahren zur Entwicklungsdiagnostik für Kinder von 0 - 6 Jahren
- 1 Gesprächs- und Beratungsraum
- 2 Materialräume
- 1 Multifunktionsraum - Veranstaltungs- und Bewegungsraum mit entsprechender materieller Ausstattung
- 3 Mehrzweckräume
- - Bällchenbad
- - Personalaufenthaltsraum
- - Kleinküche
- behindertengerechte Sanitäranlagen
Zusätzlich verfügen wir über moderne Kommunikationsmittel u.a. Medien.
Die mobile Frühförderung findet in den Familien oder in den zur Verfügung gestellten Räumen der entsprechenden Kindereinrichtungen statt.
- Dienstfahrzeuge,
- zeit- und sachgemäße Kommunikations- und Bürotechnik: Computer inkl. Software und Telefon/ Fax
- Spiel-, Test- und Beschäftigungsmaterial bzw. Materialien zur spezifischen Wahrnehmungsförderung
- Fachliteratur und Zeitschriften.
PKW
Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der mobilen Förderung. Uns stehen 4 Dienstfahrzeuge zur Verfügung. Von allen MitarbeiterInnen werden die Privatfahrzeuge bei Bedarf als Dienstfahrzeuge genutzt. Die Vergütung erfolgt über eine Kilometerpauschale.
Angebot einer Elterngruppe und eines Thementages
Einmal im Monat treffen sich interessierte Eltern, um neue Kontakte zu knüpfen und um die Möglichkeit zu nutzen sich über Freuden, Sorgen und Nöte auszutauschen. Derzeit besteht diese Gruppe aus 14 interessierten Eltern. Zu speziellen Themen laden sie sich kompetente Gesprächspartner ein und nutzen die Angebote der IFFB, wie die Thementage und Elternabende. An den Themen- und Elternabenden verzeichnen wir auch ein reges Interesse an den gewählten Themen durch ErzieherInnen, FamilienhelferInnen und betroffenen Eltern.
Themen:
- Treffen mit den Tagesmüttern des Landkreises
- Elternabende zur Einschulung in den Kita´s
- Elternausflüge Trimm- Dich- Pfad, Kegelabende
- Tag der offenen Tür
- Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung
- „ Nicht vergessen- Gutes Essen“
- Bücher- und Spieleabende
- Erlebnispädagogik in Kita`s
- Wege aus der Brüllfalle
Weiterbildungen
Unsere MitarbeiterInnen nehmen rege an Weiterbildungen teil. z.B.
- Tag der Motopädie
- Forum Frühförderung
- Umgang mit Mengen im Vorschulbereich
- Kinderzeichnungen und Entwicklungsstörungen
- Wahrnehmungsstörung
- Erste Hilfe am Kind
Veranstaltungen
Jährlich findet der Familiensporttag statt. Die Veranstaltung ist für alle Interessierte offen und wird sehr gut von unseren betroffenen Familien angenommen. Im Jahr 2010 hatten wir ca. 90 Teilnehmer.
Das jährliche Lebenshilfefest und Weihnachtsfest werden traditionell von der Lebenshilfe angeboten und von vielen Interessierten insbesondere von unseren Familien genutzt. Im Jahr 2010 verzichteten wir auf diese Feste, da wir im September 2010 unser 20- jähriges Jubiläum der Lebenshilfe Finsterwalde e.V. begangen haben.