Orientalische Musik

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Zeitungsartikel vom 17/18 Januar 2009 in der Lausitzer Rundschau (von H. Lehmann)

„Gleich noch mal!“

Es ist dunkel im Saal des Massener Energie-Service-Centers. Gelegentlich zucken bunte Lichter über ein paar Köpfe hinweg. Der Familienentlastende Dienst der Lebenshilfe Finsterwalde hat zu einem besonders schwungvollen Klubnachmittag eingeladen.

Jeden Mittwoch steht ein anderer Höhepunkt für die Behinderten, die von der Lebenshilfe Finsterwalde in ihrem Alltag begleitet werden, an. Sie kommen aus Prießen, Pießig, Betten, Münchhausen, Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde, leben in ihren Familien oder selbstständig. Die regelmäßigen Klubnachmittage organisiert der familienentlastende Dienst, um „die Betroffenen in die Gemeinschaft zu integrieren“, erklärt Peggy Bayger, pädagogische Betreuerin bei der Lebenshilfe. Die wechselnden Angebote werden gern angenommen. Besonders die monatliche Disko im „Treffpunkt Süd“.

Zu klassischer orientalischer Musik aus Ägypten und der Türkei lassen sie ihre Hüften kreisen, schweben durch den Raum, zeigen den staunenden Zuschauern geschmeidige Bewegungen. „Gleich noch mal!“ rufen die begeistert. Und die folgende Choreografie zur modernen Musik gefällt ihnen ebenso. Die Behinderten hält es nur schwer auf ihren Stühlen. Schon beim zweiten Tanz wollen die ersten mitmachen. Beim vierten dürfen sie und werden von den Frauen auf die Tanzfläche geholt. Interessenten willkommen „Wir wollen den orientalischen Tanz niveauvoll präsentieren“, umschreibt Claudia Wendt-Richter alias Mirimah Atesh, die Vorsitzende, von der auch die Choreografien stammen. Zwei bis fünf Jahre sind die tanzenden Frauen jetzt dabei, der Verein aber wurde erst im vorigen Jahr gegründet. „Davor gehörten wir zum TSC“, so die Vorsitzende. Einmal in der Woche wird in der Tanzoase im Kjellberg-Gelände trainiert.

fotografiert von D. Seidel
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